Wofür stehen die Kürzel CCcam und OScam – wir erklären es!

TV-Decoder

Bei beiden Begriffen geht es um eine Tätigkeit, die viele Menschen täglich oder nahezu täglich tun, das Fernsehen. Genauer gesagt um die Decodierung, also Entschlüsselung eben dieser Art des Unterhaltungsmediums. Es handelt sich jeweils um Softwareware-Programme. In vielen europäischen Ländern sind jedoch Teile dieser Software, vor allem des CCcam, verboten oder zumindest umstritten.

Was versteht man unter CCcam?

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Bei CCcam handelt es sich um ein sogenanntes „Conditional Access System Modul“ in Software. Also ein Modul der Verschlüsselungssysteme, die im Pay-TV, das heißt bei privaten Fernsehsendern, für deren Empfang mit dem Programmanbieter ein kostenpflichtiger Vertrag abgeschlossen werden muss, zur Ver- und Entschlüsselung der Programminhalte angewendet werden. Dies geschieht mittels DVB-Receivern, wobei DVB für Digital Video Broadcasting, also Digitalfernsehen, steht.

Ist ein TV-Signal nach DVB verschlüsselt, so enthält es immer sowohl das TV-Signal an sich, als auch die Kontrollwörter, mit denen es verschlüsselt wurde. Die CCcam-Software bearbeitet dies dann, indem die Kontrollwörter entschlüsselt werden, sodass sie anschließend in ein Receiver-Register übertragen werden können, womit der Receiver dann das TV-Signal dekodieren.

Bei der Entschlüsselung der Kontrollwörter kommen nun die Verfahren, die in vielen Ländern Europas illegal ist, zur Anwendung. Genutzt wird hierbei die Abfrage einer Smartcard (eine Schlüsselkarte) des Diensteanbieters. Entweder wird dies über einen Softwareemulator, der eine Smartcard nachahmt oder über Cardsharing, bei dem über das Internet Kontrollwörter weiterverteilt werden. In Deutschland ist dies durch das Zugangskontrolldiensteschutzgesetz verboten, sofern es sich um gewerbliches Nutzen handelt. Grund hierfür sind Patentrechte der Verschlüsselungsanbieter, deren Schutz bei dieser Weiterreichung verletzt wird. Im Gegensatz zu einem lizenzierten Ccam werden beim CCcam jedoch kein Jugendschutz und Kopierschutz gewährleistet.

Was versteht man unter OScam?

Auch bei OScam handelt es sich um solch eine Software zur Entschlüsselung von Fernsehinhalten. Es handelt sich ebenfalls um ein „Conditional Access System Modul“, allerdings im Vergleich zu CCcam ist OScam eine Open-Source-Software, daher auch das O und das S in der Bezeichnung. Open-Source bedeutet, dass der Quelltext dieser Software öffentlich zugänglich ist und gelesen oder auch geändert werden kann. Am OScam Projekt haben letztlich viele Programmierer weltweit zusammengearbeitet und da es auf Non-Profit basiert, kann jeder, der über die nötigen Fachkenntnisse verfügt, es testen und selbst eigenen Programmcode den Entwicklern vorschlagen. Die Verbindung kann auch mit einem VPN Netzwerk gesichert werden.

Aus dem anfänglichen protokoll- und plattformübergreifenden Cardserver wurde so mit der Zeit ein voll funktionierender Card- und Sharingserver. Dadurch, dass weltweit Personen an diesem Projekt arbeiten, können mehr Karten unterstützt werden als bei anderen Conditional Access System Moduls wie CCcam. Und auch wenn sich Verschlüsselungen ändern, ist die hohe Anzahl der beteiligten Experten von Vorteil, da diese dann gemeinsam sehr schnell Lösungen für auftauchende Probleme erarbeiten können. Durch die hohe Anzahl an unterstützten Schlüsselkarten kann OScam auch als CCCam genutzt werden.

Unter den Softcams, also Softwaremodulen, die mehrere Karten unterstützen, ist OScam demnach die mit Abstand beste. Zudem ist es eine modernere Art von Softcam im Vergleich zum veralteten CCcam, das von manchen Geräten heutzutage gar nicht mehr unterstützt wird. Jedoch ist hier die Konfiguration, also das Anpassen der Software an das vorhandene System des Fernsehers, komplexer als bei CCcams, kann aber trotzdem gut bewerkstelligt werden.